Rückblick:
Vorwort:
Bereits seit 1994 hatten wir auf Kreta in Agios Nikolaos
einen Zweitwohnsitz und haben unser Ziel nie aus den Augen verloren, im
Rentenalter ganz nach Kreta überzusiedeln.
Hier ist unsere zweite Heimat und hier fühlen wir uns wohl.
Jetzt geht es los:
Im Januar 2025 war es dann endlich soweit.
Bereits im November hatten wir einen Teil unseres Mobiliars
auf die Insel transportieren lassen, um in unserem kleinen Häuschen ein paar
Möbel auszutauschen.
Nachdem wir am 3. Januar 2025 unseren geliebten Landrover nach
20 Jahren verkauft hatten (er war zu alt, um nach Griechenland ausgeführt
werden zu können )
– haben wir mit unseren Nachbarn noch eine Abschiedsparty mit
Glühwein in der Garage gefeiert. Unseren kleinen Fiat 500 Cabrio hatten wir
schon bis unter die Decke mit unseren letzten Habseligkeiten vollgepackt.
Unsere letzten beiden Nächte verbrachten wir
im Hotel zur Post in Wuppertal Cronenberg weil wir die leere Wohnung noch
teilweise renovieren mussten.
Zum Abschied aus Deutschland präsentierte uns das Wetter
noch heftige Schneefälle.
Als wir uns dann
endlich am 10. Januar auf den Weg durch die Schweiz bis in den Hafen von Ancona
machen konnten, beschwor uns erst einmal die Angst, daß es in den Alpen noch
heftiger schneien könnte. Doch schon hinter Köln war es mit der weißen Pracht
vorbei und als wir am Abend eine erste Übernachtung in Weil am Rhein an der
Grenze zur Schweiz verbrachten, war von Schnee weit und breit nichts zu sehen.
Im Carat Hotel waren auch einige Niederländer, die in der
Schweiz Ski fahren wollten und sich nun enttäuscht darüber ausliessen, bei viel
Schnee in Holland losgefahren zu sein und hier an der Schweizer Grenze auf dem
Trockenen zu sitzen. https://carathotels.com/basel/hotel/
Am Abend im Hotel stellte sich nun auch Urlaubsfeeling ein.
Schliesslich wollten wir nicht so schnell wie möglich auf Kreta ankommen,
sondern betrachteten die Fahrt auch als ein paar Tage Reiseurlaub. Deshalb
hatten wir im Vorhinein auch weder Hotels noch Fähre gebucht sondern liessen
uns einfach nur treiben.
Am nächsten Tag ging es für uns bei strahlendem Sonnenschein
durch die Schweiz und nach einer Kaffeepause in der aussergewöhnlich
gestalteten Gotthard-Raststätte dann auch staufrei durch den langen Tunnel. – Auf der Internetseite des Rasthauses findet sich auch ein nettes kleines Video, in
welchem Wilhelm Tell einmal die Autobahn-Gaststätte aufsucht. https://www.gotthardraststaette.ch/de/
In der Region um den Gotthardtunnel lag dann auch ein wenig
Schnee, jedoch bei Weitem nicht so hoch wie noch ein paar Tage zuvor in
Wuppertal.
Zum Abend hin wollten wir dann noch einmal im Motel Nord In
Guardamiglio hinter Mailand nächtigen, wo wir schon einmal vor 10 oder 11
Jahren übernachtet hatten. https://www.piacenzahotels.com/en/motelnord/index.php
Vorher gönnten wir uns jedoch noch einen ausgiebigen Halt im
Autogrill 1958 in Villoresi Ovest, der wohl berühmtesten Raststätte in Italien.
https://www.autogrill.it/en/location/villoresi-ovest/ 1958 erbaut
und im Jahr 2020 komplett renoviert, ist das runde Gebäude mit seinen 50 Meter
hohen Bögen ein weit sichtbares Wahrzeichen. Auf Youtube findet sich ein
interessantes Video zu den Renovierungsarbeiten: https://www.youtube.com/watch?v=ieIbZVLYI3o
Am dritten Tag unserer Reise rollten wir gemütlich zum Hafen
von Ancona, wo wir uns am frühen Abend an Bord der Superfast III Fähre begaben.
Vor Jahren waren wir immer bis Patras
gereist, von wo man wenige Stunden später noch in Piräus die Fähre nach Kreta
erreichen konnte. Der Winterfahrplan der Fähren machte uns jedoch einen Strich
durch die Rechnung weil die Ankunftszeit in Patras zu spät war, um noch rechtzeitig
die 200 Kilometer bis zum Hafen in Piräus zurückzulegen .
Also entschieden wir
uns, dieses Mal schon nach 20 Stunden Schiffspassage die Fähre bereits in
Igoumenitsa zu verlassen und uns dort ein Hotel für die Nacht zu suchen. In
einem Vorort von Igoumenitsa stiegen wir im Selefkos Palace Hotel ab. Man würde
in diesem Wohnviertel niemals ein solch modernes und großzügig gestaltetes
Hotel vermuten. Für den sagenhaft günstigen Preis von 78 € gönnten wir uns die
20 qm Suite mit zwei großen Räumen, modern ausgestattetem Bad und zwei Balkonen
, Frühstück inclusive.
https://selefkos.gr/index.php/en/
Am fünften Tag unserer Reise brachen wir dann zum letzten
430 Kilometer Teilstück nach Piräus auf. Die uns noch unbekannten Strecke
führte uns die Küste entlang und in Preveza durch den Unterwassertunnel unter
der Mündung des Ambrakischen Golfes hindurch bis zur
Cahrilakos-Trikoupis-Brücke, die den zweieinhalb Kilometer breiten Eingang des
Golfes von Korinth überspannt . Die Mautgebühr für die Brücke hat es mit 14,70
€ für eine einfache Überfahrt schon in sich.
Wenige Jahre nach ihrer Eröffnung im Jahr 2004 hatten wir die Brücke
schon überfahren, bereits damals kostete es noch 10 € pro Strecke. Aber zumindest haben
wir damals ein sehenswertes Video von der Überfahtrt gedreht. https://www.youtube.com/watch?v=0PoWPYCnGtc

Weiter funren wir dann mit unserem obligatorischen Stopp am
Kanal von Korinth in Richtung Piräus. Während der ganzen Fahrt durch
Griechenland begleitete uns zwar kühles regnerisches Wetter aber trotzdem wollten
wir es uns nicht nehmen lassen, wie auf jeder unserer Fahrten von Patras nach Athen
einmal über die Brücke des Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Kanal zu
spazieren. Zum ersten Mal standen wir im Regen und bei scharfem Wind auf der
Brücke.
Am Abend schifften wir uns in Piräus auf der Fähre Anek
Asterion II nach Kreta ein, um nach einer ruhigen Nacht am nächsten Morgen um 6
Uhr in Heraklion anzulegen.
Jetzt waren es nur noch 70 Kilometer bis zu uns nach Hause
und wir hatten aus unserer Fahrt von Wuppertal nach Kreta eine ausgedehnte
Urlaubsreise gemacht.
Und bald gab es das erste Frühstück auf unserer Terrasse.