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Samstag, 14. Juli 2012

Sundown in Crete

Sonnenuntergänge auf einer Mittelmeerinsel können fast täglich fantastisch sein, solange man sich am richtigen Standort mit dem richtigen Blickwinkel befindet. 
An der Nordküste Kretas, an der sich die grösseren Orte und Touristenzentren befinden geht die Sonne aber nun mal nicht im Meer unter, denn wie schon der alte Schulspruch besagt, nach welchem man uns die Himmelsrichtungen eingetrichtert hatte

Im Osten geht die Sonne auf
im Süden steigt sie hoch hinauf
im Westen will sie untergehen
Im Norden ist sie nicht zu sehen

... kann die Sonne nun mal nicht im Norden ins Meer fallen. Punkt !

Aber die Nordküste verläuft ja nun mal nicht geradlinig und deshalb ergab es sich am Abend des 16. Juni 2010, daß ich zwischen Rethymnon und Heraklion diesen Sonnenuntergang fotografieren konnte.

Es war einer der heissesten Tage gewesen und dazu noch windstill und wir hatten einen Tagesausflug nach Rethymnon unternommen - immerhin rund 150 km von unserem Heimatort Agios Nikolaos entfernt.
Als wir uns am noch hellichten Abend über die autobahnähnliche Schnellstrasse auf den Heimweg machten, schien die Sonne von links wie scheinbar durch einen Nebel hindurch.
Der Blick war jedoch immer wieder durch Hecken, Häuser oder anderes verdeckt und ich hätte auch nirgens auf dieser Strasse anhalten können.

Dann erschien vor mir auf der linken Seite eine Tankstelle mit dahinter liegendem freien Blick auf das Meer.

Ich bog gleich links hinein, stieg aus dem Auto und suchte mir einen passenden Blickwinkel und tatsächlich stand auch eine Palme am Rande des Tankstellengeländes.

Das Meer lag völlig unbeweglich vor mir und die dunstige Hitze legte einen Schleier vor die Sonne, daß es ohne zu blinzeln möglich war, direkt hinein zu schauen.



Ich schoss zahlreiche Fotos - aber oftmals suchte der Autofocus meiner Kamera sich dumm und die Sonne wurde nur unscharf wiedergegeben.
Trotzdem hatte ich ein paar Minuten später die besten Fotos im Kasten und dankte, daß ich am richtigen Tag zu richtiger Zeit und beim richtigen Wetter genau an der richtigen Stelle mit Blick in nordwestlicher Richtung gewesen war.

Es gehört viel Glück dazu, solche Fotos machen zu können - an diesem Tag hatte ich grosses Glück !


Dienstag, 10. Juli 2012

Mit dem Freelander auf Kreta

Kaum ein Auto ist als Offroader so komfortabel und gleichzeitig für Frischluftfanatiker so geeignet.

Fast alle offenen Jeeps sind kleiner und bieten nicht den Platz, auf langen Reisen viel mitnehmen zu können.

Vor vielen Jahren sind wir noch mit einem Suzuki LJ 80 bis Kreta gezockelt, doch mit zunehmendem Alter weiß man den Komfort einer guten Federung zu schätzen.







Wo unser Freelander uns in den letzten Jahren alles hingeführt hat, zeigen die nachfolgenden Bilder :


 










In so manchem Bergdorf wurde es allerdings auch für unser Auto sehr eng !










Und manchmal ist sogar auch ein einsamer Bergweg so stark ausgewaschen, daß es auch für einen Freelander zu gefährlich wird und man muss auf engstem Wege wieder wenden !

Dann geht es eben wieder auf einer Schotterpiste bergab .









Wenn keine Brücke vorhanden ist, geht es auch schon mal durch den Fluss oder über eine Brücke, die den deutschen Standards nicht standhalten würde.





Aber natürlich darf unser Auto auch mit an den Strand - er bringt uns ja schliesslich auch dorthin !

Dann streckt er schon mal die Reifen ins Wasser ....


Oder er hält ein Nickerchen unter Palmen ....


Meine persönlichen Traumstrassen auf Kreta



Mich faszinieren Strassenansichten, die mir ein Gefühl von Weite und Freiheit vermitteln.
Und wenn wir auf diesen Strassen dann auch noch alleine unterwegs sind, dann ist das das Grösste für den Augenblick !


Die meiste Zeit waren wir mit unserem eigenen Wagen in Griechenland unterwegs.
Unsere Autos mussten jedoch immer offen und geländegängig sein, damit wir auch die einsamen Feldwege zu noch einsameren Stränden auskundschaften konnten.


Seit 2005 ist unser Freelander unser treuer Gefährte, deshalb haben wir ihn auch auf vielen Bildern mit verewigt !


Strassen ohne Leipfosten oder Leitplanken - ohne Fahrbahnmarkierungen und ohne Schilder , mal mit und mal ohne Asphalt - weit und breit keine Menschenseele -
Das Gefühl, völlig allein zu sein auf dieser schönen Welt -
deshalb sage ich auch nicht, in welcher Ecke Kretas dies aufgenommen wurde !
Und wer es kennt - ja, der sollte es einfach für sich behalten und geniessen !

 Aus den Bergen schlängelt sich diese Strasse hinunter nach Elounda .


Weniger sicher empfindet man diese Strasse in Arvi.


Hingegen bietet die Strasse von Ierapetra nach Myrtos traumhafte Aussichten auf das Meer


 Nicht auf Kreta, sondern auf dem griechischen Festland abseits der Autobahn haben wir noch diese schöne Strasse zwischen Athen und Korinth befahren.
Vor dem Bau der Autobahn war dies noch die Hauptverkehrsader zwischen den beiden Städten.
Die Bahnstrecke ist mittlerweile auch nicht mehr in Betrieb, weshalb diese Aussicht sicherlich bald der Vergangenheit angehören wird !








Nein, hier befinden wir uns nicht in Texas oder New Mexico sondern kurz vor Sitia auf der Insel Kreta !